GARGANO Sehenswürdigkeiten

Kultur und Natur auf engstem Raum
Wer vorhat, seinen Urlaub im Gargano zu verbringen, würde sicher auch gern erfahren, welche Sehenswürdigkeiten die Halbinsel im Norden Apuliens zu bieten hat. Was sollte man sich unbedingt anschauen? Was kann man dort unternehmen? Der Nationalpark Gargano bietet dem Reisenden vielfältige Ausflugsmöglichkeiten: Von Wandern über Strandurlaub bis hin zu unvergesslichen kulturellen und gastronomischen Erlebnissen. Nicht zuletzt ist der Gargano auch ein beliebtes Pilgerziel. Eines steht fest: Die Halbinsel ist sicher kein Ort des Massentourismus – vielmehr wird hier „sanfter Tourismus“ praktiziert. Dabei bleibt allerdings noch eine Frage offen: Welche Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele bietet das Gebiet Gargano in Apulien? Im Folgenden präsentieren wir Ihnen unsere Insider-Tipps – bekannte und (fast) unbekannte Sehenswürdigkeiten des Nationalparks .

Geheimtipps für den Urlaub im Gargano

Die Halbinsel Gargano liegt im Norden der Region Apulien, im Südosten Italiens. Dort ragt sie etwa 60 km in die Adria hinein und unterbricht dadurch die ansonsten wenig gegliederte italienische Ostküste. Dieser „Sporn des italienischen Stiefels“ ist ein Reiseziel besonderer Art, das so den verschiedensten Urlaubsansprüchen gerecht wird: Ob entspannte Badefreuden an einem der zahlreichen malerischen Strände wie der Spiaggia di Vignanotica, oft von bizarren Felsformationen überragt, ob Streifzüge durch die einzigartige Landschaft der Foresta Umbra, den ausgedehnten, dichten Wald im Innern oder aber Entdeckungstouren zu historisch oder religiös bedeutsamen Stätten wie der Felsenkirche am Monte Sant’Angelo: Diese vielfältige Gegend hält für jeden und jede etwas bereit.
So ist der Gargano mit seiner ungewöhnlich reichen Vielfalt von teils seltenen Pflanzen- und Tierarten nicht nur ein Hotspot der Biodiversität: Die Halbinsel im Osten der Provinz Foggia, mit etwas über 2.000 qm um ein Fünftel kleiner als das Saarland, beherbergt auf engstem Raum auch zahlreiche Denkmäler und mannigfache Zeugnisse menschlicher Besiedlung.

Grotta Paglicci und grotta degli Dei

Diese reicht bis in die Steinzeit zurück, wie die Grotta Paglicci bei Rignano Garganico zeigt. Hier können Besucherinnen und Besucher Geschirr und andere Gebrauchsgegenstände wie etwa Waffen, aber auch Kunsthandwerk bewundern, die die Bewohner dieser Höhle vor etwa 5000 Jahren aus Silex (Feuerstein) herstellten. Die zahlreichen Höhlen des Gargano-Gebirges, entstanden durch das beständige Wirken des Wassers auf das stark kalkhaltige Gestein, dienten auch den Menschen der Bronzezeit als Wohn- , Kult und Grabstätten. Ein beeindruckendes Zeugnis dieser Periode von etwa 2.200-800 v.Chr. ist die Grotta degli Dei an der Baia di Manaccora bei Peschici. In dieser Höhle erwarten den Besucher zahlreiche Fundstücke aus Bronze, Bernstein und Ton, darunter Schmuckstücke, Gefäße und Waffen. Etwas außerhalb der eigentlichen Wohnhöhle fand man Zeugnisse der Metallverarbeitung aus der Bronzezeit wie etwa Gussformen vor. Daneben sind in der Grotta degli Dei Spuren frühen Textilhandwerks wie Garnspulen und Spindeln zu sehen.

Wandern bis zur Nekropolis: Monte Saraceno und Monte Pucci

Aufgrund seiner exponierten Lage im Südosten Italiens kommt dem Gargano seit jeher die Funktion eines Brückenkopfs zur gegenüberliegenden Adriaküste und zum westlichen Balkan zu. So nimmt es nicht Wunder, dass sich im Laufe der Geschichte mehrfach Volksgruppen aus diesen Gebieten hier niederließen. Allen voran sind in diesem Zusammenhang die Daunier zu nennen, die die Halbinsel in vorchristlicher Zeit von der östlichen Adriaküste kommend besiedelt hatten und dort zahlreiche Zeugnisse ihrer Kultur zurückließen, insbesondere Kult- und Grabstätten. Die bekannteste und größte ist zweifelsohne die Nekropolis am Monte Saraceno: Über 400 Einzelgräber verteilen sich hier über Hänge und Gipfel dieses Berges. Sie enthielten zahlreiche Grabbeigaben wie Vasen und Fibeln und dienten auch als Kultstätte. Eine weitere Grabanlage befindet sich am Monte Pucci bei Vico del Gargano – sie geht auf spätere Einwanderer, die Slawonen zurück, die im 10. Jahrhundert unter ihrem Führer Sueripolos als Eroberer im Norden des Gargano einfielen und um 970 n.Chr. den Ort Vico gegründet haben sollen.
Der Besuch dieser Nekropolis lässt sich hervorragend mit einem Spaziergang durch die herrliche Altstadt von Vico del Gargano verbinden, das zu den schönsten Städten Italiens zählt.

Auf den Spuren der Longobarden: Das Schloss „Svevo“

Die wechselvolle Geschichte des Gargano wurde in späteren Jahrhunderten von Griechen, Römern, Langobarden bestimmt. Im Mittelalter stand es wie weite Teile Süditaliens unter der Herrschaft der Staufer. Diese hinterließen mit dem Castello Svevo in Manfredonia ein imposantes Zeichen ihrer Zeit. Die Stadt im Süden des Gargano, mit knapp 60.000 Einwohnern größter Ort und kultureller wie wirtschaftlicher Mittelpunkt der Halbinsel, war im Jahr 1256 von Manfred, Sohn des berühmten Stauferkaisers Friedrich II. unweit des 1223 durch ein Erdbeben zerstörten Siponto gegründet worden. Neben der Stauferburg sind in bzw. unweit von Manfredonia unter anderem die Kathedrale Santa Maria di Siponto und die ehemalige Abteikirche San Leonardo di Siponto, beide im romanischen Stil erbaut, einen Besuch wert.

Nicht nur für Pilger: San Michele am Monte Sant’Angelo

Womit wir bei den sakralen Bauten wären, die eine weitere Attraktion des Gargano darstellen. So ziehen christliche Stätten wie die Felsenkirche San Michele am Monte Sant’Angelo seit dem späten 5. Jahrhundert Pilger aus aller Welt an. Der Bau ist in eine Grotte des Berges eingelassen, lediglich der 1273/74 errichtete, achteckige Glockenturm und die später entstandene, zweiteilige Eingangshalle ragen über die Erdoberfläche hinaus. Die beeindruckende Grottenkirche bildet das Zentrum der Verehrung des Heiligen Erzengels Michael, der im Jahr 492 dem damaligen Bischof von Siponto, San Lorenzo Maiano, erschienen sein soll.

Die Felsenkirche
Fresko des Erzengels Michael
Das Museum
Antiker Pilgerweg

Santa Maria di Pulsano

Als weitere sakrale Sehenswürdigkeit sei schließlich das Einsiedlerkloster Abbazia Santa Maria in Pulsano erwähnt. Bereits 591 auf den Resten eines heidnischen Tempels errichtet, wurde es im Laufe der Jahrhunderte nacheinander von Mönchen verschiedener christlicher Orden wie der Zölestiner und Benediktiner bewohnt und betrieben, die auch baulich jeweils ihre Spuren hinterließen.
Der Innenhof
Architektur aus Stein, die ewig hält

Foresta Umbra

Wer sich von den Strapazen erholen möchte, die der Besuch (prä-) historischer und religiöser Stätten bisweilen mit sich bringt, dem bietet die eingangs erwähnte Foresta Umbra (zu Deutsch: „Dunkler Wald“) ausreichend Gelegenheit. Der ausgedehnte Wald mit seinem dichten, von Buchen, Eichen und Aleppo-Pinien dominierten Baumbestand lädt ebenso zu Wanderungen ein wie die weiten Macchie-Gebiete des Gargano mit ihrer typisch mediterranen Vegetation. Mehr als die Hälfte der Halbinsel sind Teil des gleichnamigen Nationalparks. Er ist durch das engmaschige und deutlich ausgeschilderte Wegenetz der Grande Traversata Garganica hervorragend erschlossen – übrigens nicht nur für jene, die die atemberaubende Naturlandschaft „per pedes“ (zu Fuß) erkunden wollen, sondern auch für alle, die lieber per Mountainbike oder auf dem Pferderücken unterwegs sind.
Landschaft
Der kleine See
Ideal auch für Familienausflüge

Isole Tremiti

Sicherlich darf ein Hinweis auf die Isole Tremiti bei den Sehenswürdigkeiten des Nationalparks Gargano nicht fehlen. Denn diese fünf winzigen, insgesamt nur 3 km² großen Inseln unweit der Küste bezaubern durch ihre überwältigende Naturschönheit: Eine grüne, artenreiche Macchie-Vegetation, atemberaubende Felsformationen, in Regenbogenfarben schillernde Höhlen und malerische kleine Kiesstrände vor smaragdgrünem Meerwasser verzaubern hier die Besucherinnen und Besucher. Dies gilt vor allem für San Domino, die größte der Inseln und gleichzeitig diejenige mit der besten touristischen Infrastruktur. Hier lädt außerdem der einzige Sandstrand der Inselgruppe, die Cala delle Arene, zum Entspannen und zu einem Bad in glasklarem Wasser ein. Auf San Nicolo wiederum lassen sich Natur und Kultur bestens kombinieren: Neben Zeugnissen antiker Besiedlung beeindruckt hier die befestigte Klosteranlage Santa Maria a Mare, die ganz oben auf der Insel thront.

Eine spektakuläre Aussicht auf die Insel San Nicola, von der Insel San Domino aus gesehen. Ein Besuch der Insel Tremiti gehört zum Urlaub im Gargano – Sie sollten ihn daher unbedingt einplanen!

Mario Sacco

Mario Sacco

Ferienanlage San Matteo

Sie möchten die Sehenswürdigkeiten des Gargano entdecken? Die Ferienanlage San Matteo, gelegen in Mattinata, ist der perfekte Ausgangspunkt für Ihren Urlaub im National Park Gargano. Denn wir bieten Ihnen günstige Urlaubspakete, die Sie frei zusammenstellen können und die sich somit an Ihren Bedürfnissen perfekt anpassen:  Übernachtung, B&B, Halbpension oder Vollpension.  Mein Name ist Mario Sacco. Ich bin deutschsprachiger Reiseführer im Nationalpark Gargano und organisiere Ausflüge für unsere Kunden, die Wandertourismus in diesem wunderschönen Naturschutzgebiet Apuliens unternehmen möchten.
Lernen Sie die Ferienanlage San Matteo in Mattinata del Gargano kennen:

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Villaggio San Matteo

FERIENANLAGE „Villaggio San Matteo“
Contrada Torre del Porto – 71030 Mattinata del Gargano (Apulien)
Italien
Tripadvisor Zertifikat Exzellenz San Matteo Apulien
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