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Nationalpark in Apulien

Der Gargano – grüner Sporn des italienischen Stiefels

Der Gargano ist eine gebirgige Halbinsel in Süditalien, die sich im Norden der Region Apulien etwa 60 km in die Adria hinein vorschiebt. Sie unterteilt die ansonsten wenig gegliederte, weitgehend flache italienische Adriaküste im Verhältnis 2:1 in einen nördlichen und einen südlichen Teil.

Auf der Landkarte betrachtet bildet der Gargano sozusagen den Sporn am italienischen Stiefel … ein Sporn, der es in sich hat!

Denn die Vielfalt von Natur- und Kulturschätzen, die hier auf engstem Raum versammelt sind, ist erstaunlich – mit 2.100 km² nimmt der Gargano schließlich gerade einmal 4/5 der Fläche des Saarlandes ein!

In der Tat kann kaum eine andere Region Italiens mit einem derart vielfältigen Mix aus atemberaubender, grüner Natur, malerischen kleinen Städtchen und Zeugnissen menschlicher Präsenz aufwarten. Letztere reichen von der Stein- und Bronzezeit über die griechische und römische Antike bis ins Mittelalter und die Neuzeit. Das Beste am Gargano ist jedoch, dass sich der Besuch der zahlreichen Kulturdenkmäler und Ausgrabungsstätten hervorragend mit Erkundungstouren durch die einzigartige Natur kombinieren lässt.

Das liegt nicht nur an den kurzen Entfernungen, sondern auch und vor allem an dem gut ausgebauten, weitverzweigten Netz von Wanderwegen, das sich über die gesamte Halbinsel erstreckt.

Und nicht zuletzt bieten die zahlreichen kleinen, versteckten Sandstrände entlang der Küste Gelegenheit zu entspannten Badefreuden inmitten einer spektakulären Naturkulisse.

Der Gargano nimmt in vielfacher Hinsicht eine Sonderstellung in Apulien und an der gesamten Adriaküste Italiens ein – vor allem dadurch, dass sich hier ein felsiges, teils schroff zum Meer abfallendes Gebirge aus der weiten Küstenebene erhebt.

Das Gebirge trägt übrigens denselben Namen wie die gesamte Halbinsel: Gargano – der Name geht in der Tat auf die griechische Bezeichnung „Gargaros“ zurück, was soviel wie „Steingebirge“ bedeutet.

Aus der Luft oder vom Gipfel des Monte Calvo – mit 1065 m ü.M. die höchste Erhebung des Gargano – betrachtet, wirkt dieses Gebirge in jedem Fall wie eine Insel, die sich aus der weiten Ebene Apuliens erhebt. Und was die Landschaft anbelangt, erinnert sie in vielem an die der gegenüberliegenden Adria-Küste: eine Karstlandschaft mit außergewöhnlichen Felsformationen, unterirdischen Wasserläufen, Höhlen und Grotten. Einige dieser Grotten, etwa die Grotta degli Dei bei Peschici, dienten den Menschen bereits seit der Steinzeit als Wohn-, Kult- und Grabstätten. Auch die für Karstgebiete so typischen Dolinen trifft man auf dem Gargano vielfach an: Die ausgedehnteste dieser runden oder ellipsenförmigen Senken ist mit 1.850 Metern Umfang die Dolina Pozzatina bei San Nicandro Garganico.

In dieses gesamt-adriatische Panorama fügen sich nicht zuletzt die Isole Tremiti ein: Die fünf kleinen Eilande mit insgesamt nur 3 km² Oberfläche sind die einzigen italienischen Inseln in der Adria. Sie liegen 12 Seemeilen vor der Küste und werden wegen ihrer atemberaubend schönen Landschaft und Natur auch als die fünf Perlen Italiens in der Adria bezeichnet.

Nationalpark Gargano

Isole Tremiti
Monte Sant’Angelo
Strand an der Küste
Foresta Umbra
Der Gargano ist eine gebirgige Halbinsel in Süditalien, die sich im Norden der Region Apulien etwa 60 km in die Adria hinein vorschiebt. Sie unterteilt die ansonsten wenig gegliederte, weitgehend flache italienische Adriaküste im Verhältnis 2:1 in einen nördlichen und einen südlichen Teil.

Auf der Landkarte betrachtet bildet der Gargano sozusagen den Sporn am italienischen Stiefel … ein Sporn, der es in sich hat!

Denn die Vielfalt von Natur- und Kulturschätzen, die hier auf engstem Raum versammelt sind, ist erstaunlich – mit 2.100 km² nimmt der Gargano schließlich gerade einmal 4/5 der Fläche des Saarlandes ein!

In der Tat kann kaum eine andere Region Italiens mit einem derart vielfältigen Mix aus atemberaubender, grüner Natur, malerischen kleinen Städtchen und Zeugnissen menschlicher Präsenz aufwarten. Letztere reichen von der Stein- und Bronzezeit über die griechische und römische Antike bis ins Mittelalter und die Neuzeit. Das Beste am Gargano ist jedoch, dass sich der Besuch der zahlreichen Kulturdenkmäler und Ausgrabungsstätten hervorragend mit Erkundungstouren durch die einzigartige Natur kombinieren lässt.

Ein Großteil der herrlichen Natur und Landschaft des Gargano steht unter Naturschutz: Durch den 1991 eingerichteten Nationalpark Gargano wurde einer der größten Nationalparks Italiens geschaffen: Mit 121.118 Hektar oder 1212 km² umfasst er mehr als die Hälfte der gesamten Fläche der Halbinsel. Bis auf den innersten, für Besucher gesperrten Bereich steht das gesamte Parkgelände für Wanderer und nichtmotorisierten Verkehr offen. In fünf Info-Zentren (centro di visita) haben Besucherinnen und Besucher zudem die Möglichkeit, sich über Sehenswürdigkeiten und Wanderwege im Nationalpark zu informieren.

Flora

Das Artenreichtum der Flora im Gargano ist außergewöhnlich. Sie unterscheidet sich maßgeblich von der der näheren und weiteren Umgebung – etwa von der des Appenin, welcher sich jenseits des Tavoliere delle Puglie (der weiten Küstenebene Apuliens) im Westen erhebt. Dabei besteht die Flora der Halbinsel vornehmlich aus Wald- und Buschflächen: Sie nehmen 39.000 Hektar und damit knapp ein Fünftel der Fläche des Gargano ein, während der Anteil der Waldgebiete im übrigen Apulien lediglich 7,5% beträgt – der niedrigste in ganz Italien.

Im Herzen des Gargano erstreckt sich das für Süditalien ungewöhnlich dichte und artenreiche Waldgebiet der Foresta Umbra, zu Deutsch: „Dunkler Wald“. Wichtigste Baumarten sind hier die Steinbuche (eine mediterrane Variante der in Mitteleuropa vorkommenden Rotbuche), die Eiche (vor allem Stein- und Zerreiche) sowie die Aleppo-Pinie. Ergänzt wird diese Zusammensetzung durch weitere mediterrane Arten wie Goldregen, Lorbeerbaum, Terebinthe (auch Terpentin-Pistazie genannt) und Gewöhnlicher Judasbaum. Letzterer gedeiht als Strauch oder kleiner Baum und prägt ebenso wie der Seidenhaar-Ginster vor allem die Macchie-Gebiete in Meeresnähe und auf den Hochplateaus.

Die Zusammensetzung des Baum- und Strauchbewuchses auf dem Gargano erinnert stark an jene, die an der gegenüberliegenden Adriaküste Dalmatiens, aber auch weiter östlich, rund um die Ägäis, anzutreffen ist. Die Flora der weitläufigen Wiesen und auf felsigem Gelände zeigt ebenfalls zahlreiche Gemeinsamkeiten mit der des östlichen Mittelmeerraums. Als Beispiele seien hier Sand-Lotwurz, Griechischer Alant und Seefenchel genannt.

Das gemeinsame Vorkommen vieler Pflanzenarten auf dem Gargano einer- und an der östlichen Adriaküste andererseits deutet auf eine einstige Verbindung zwischen beiden Landmassen hin. Als sicher gilt, dass der Gargano lange Zeit tatsächlich eine Insel war, die sich erst später mit dem italienischen Festland verband. Entstanden ist das Garganogebirge durch die allmähliche Hebung eines Meeresbeckens, in dem sich Sedimente abgelagert hatten. Diese Hebung begann vor etwa 150-200 Millionen im Jura und setzte sich bis ins Miozän fort.
Wenn von der Flora des Gargano die Rede ist, sollte schließlich ein Hinweis auf die Vielfalt wilder Orchideen nicht fehlen: Mehr als 80 Arten dieser „Königin der Blumen“ erblühen im Frühjahr am Monte Sacro, rund um das Städtchen Mattinata: Dieses gilt daher weltweit als „Hauptstadt der wilden Orchideen“.

Fauna

Die Fauna im Nationalpark Gargano steht der Flora an Vielfalt nicht nach: Neben dem hier heimischen Italischen Rehbock und den über 170 Vogelarten, die vor allem rund um die beiden großen Mischwasserseen im Norden des Gargano brüten, sind es  in erster Linie die mehr als 2.500 Käfer– und über 400 Schmetterlingsarten, die Liebhaber und Wissenschaftler aus aller Welt anziehen.

Vogelarten

Orchideenarten

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Zu Fuß

Der gesamte Nationalpark ist durch die Grande Traversata Gargana, kurz GTG genannt, hervorragend erschlossen: Von der Küste bis ins Innere des Garganogebirges. Das zwischen 2007 und 2009 von Experten geschaffene Wegenetz misst insgesamt etwa 200 km, unterteilt in 13, zwischen 3,6 und 20 km lange Teilstrecken. Diese führen größtenteils über alte, seit Jahrhunderten benutzte Saumpfade und Pilgerwege sowie – innerhalb der Orte – über kleine Dorfstraßen. Ergänzt wurde die vorhandene Infrastruktur durch neu angelegte Verbindungsstrecken. Alle Wanderwege des GTG-Netzes sind durch weiß-rote Markierungen entlang der Strecken gekennzeichnet und so leicht erkennbar.

Mit dem Mountainbike

Fast alle Strecken der GTG sind keine reinen Wanderwege, sie stehen auch Natur begeisterten Mountainbikerinnen und Mountainbikern offen. Hinzu kommen 27 km asphaltierte und 78 km nichtasphaltierte Strecken, die im Rahmen des Projektes „Gargano Bike 2000“ eigens für Geländeradler/innen eingerichtet wurden.

… und auf dem Pferderücken!

Auch die Freunde und Freundinnen des Wanderreitens kommen im Gargano auf ihre Kosten, stehen doch nahezu alle Strecken des GTG-Netzes auch ihnen zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch insgesamt 48 km reiner, mit einem Pferdekopf-Symbol oder den Hinweis „ippovia“ gekennzeichnete Reitwege.

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